Nimmermüder Kampf gegen das Corona-Virus

Firmeneigenes Test- und Impfzentrum für die Entlastung anderer Institutionen in Hochfranken / Bonus für das Sandler-Team

Mit voller Kraft setzt das Team der Sandler AG seinen Kampf gegen die Corona-Pandemie fort. Impfen, testen, sich und andere mit innovativen Produkten schützen – der Vliesstoffspezialist aus dem oberfränkischen Schwarzenbach an der Saale schöpft alle Möglichkeiten aus, um einen Beitrag zur Bekämpfung des Virus zu leisten. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zollt der Vorstand der Sandler AG für die „großartigen Leistungen unter schweren pandemischen Bedingungen mit einem Bonus von knapp einer Million Euro besonderen Respekt“, wie CEO Dr. Christian-Heinrich Sandler betont.

Um einen spürbaren Beitrag leisten zu können, ist naturgemäß eines erforderlich: das Sandler-Team muss fit und gesund bleiben. Deshalb hat sich Sandler für ein ganzes Bündel von Maßnahmen entschieden. Neben dem vorgeschriebenen medizinischen Mund-Nasen-Schutz stellt das Unternehmen allen Mitarbeitern, selbstverständlich kostenfrei, die qualitativ hochwertigeren FFP2 Masken aus inländischer Produktion zur Verfügung. Seit Oktober 2020 arbeitet ein firmeneigenes Testzentrum, in dem bereits über 20.000 Schnelltests durchgeführt wurden. In „normalen“ Zeiten testet die Firma im Schichtsystem dort wöchentlich zwischen 300 und 500 Mitarbeiter, in angespannten Phasen - wie in der aktuellen Situation - sind die Tester 24/7 im Einsatz und führen bis zu 1500 Tests pro Woche durch. Dabei dominiert das Prinzip Vorsicht: Entgegen der bundesweiten Vorschrift bietet Sandler täglich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Tests an, unabhängig davon, ob sie geimpft, genesen oder nicht geimpft sind - ohne großen Wartezeit oder Anmeldung. Unsere Mitarbeiter können sich zudem ein offizielles Testzertifikat zur persönlichen Nutzung ausstellen lassen. Die Kosten trägt die Firma. Zusammen mit dem Arbeitsaufwand der Tester beläuft sich die Summe bisher auf eine viertel Million Euro. Zusätzlich erhielten im Jahr 2020 alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen steuerfreien Bonus - unabhängig davon, ob Azubi oder Vorstand, alle Mitarbeiter wurden gleich bedacht. Die Vorstände haben entschieden, den Corona-Bonus auch in 2021 auszuzahlen. Gesamtsumme: eine knappe Million Euro.

Neben dem finanziellen besteht auch ein hoher organisatorischer Aufwand.  So ist es für die alltäglichen Herausforderungen zum Beispiel wichtig, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Betreuung ihrer Kinder sicherstellen können. Dafür hat Sandler wo möglich seine Arbeitszeitmodelle angepasst und zusätzlich flexibilisiert. Zudem wurden interne Besprechungen sowie geplante Treffen mit Geschäftspartnern abgesagt oder auf Telefon- und Videokonferenzen umgestellt. Wo umsetzbar, arbeitet ein Teil der Belegschaft im Home-Office, auch Schichten wurden versetzt angeboten oder Umkleideräume ausgebaut, um Ansteckungsrisiken zu minimieren. Bisher sind wir gut durch die Krise gekommen, das haben wir aber vor allem dem Engagement, der Flexibilität und dem umsichtigen Verhalten unserer Mitarbeiter zu verdanken, die das bestmögliche aus jeder Situation machten, so Guido Baumgärtner, Bereichsleiter Personal.

Im Unternehmen ist man indes überzeugt, dass wohl alles nicht reichen wird, wenn sich nicht genügend Leute gegen das Virus impfen lassen. Deshalb weihte man bei Sandler am 28. April dieses Jahres ein eigenes Impfzentrum offizi­ell ein. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek nahm dies zum Anlass, die Firma in Schwarzenbach zu besuchen. Gemeinsam mit Landrat Dr. Oliver Bär und dem Schwarzenbacher Bürgermeister Hans-Peter Baumann gab Holetschek an die­sem Tag den offiziellen Startschuss der Covid-19 Impfkampagne des Landkreises Hof. Im Gepäck hatten die beiden Politiker ein weiteres Sonderkontingent an Impfstoffen. Mittels mobiler Impf­teams konnten auf diese Weise Mitarbeiter der 20 größten Unternehmen in Stadt und Landkreis Hof geimpft werden.

Seit Eröffnung des Impfzentrums gab es bei Sandler mittlerweile 20 Impftage in Zusammenarbeit mit Betriebsärztin Dr. Martina Presch. Dabei wurden über 320 Personen mit der Erst- und/oder Zweitimpfung versorgt. Auch Angehörige profitierten von dem Impfangebot. Am 8. Dezember findet erneut ein Impftag statt, 200 Mitarbeiter werden – während der Arbeitszeit und ohne Wartezeit, da genaue Terminvereinbarung - die Zweit- und Booster-Impfung, in Einzelfällen auch die Erstimpfung erhalten.

Die neue Produktionsanlage zur Herstellung von Vliesstoffen für Atemschutzmasken läuft. Von der Entscheidung für die Investition am Standort Schwarzenbach im April 2020 bis zur Einweihung im August vergingen gerade einmal vier Monate. Es handelt sich um die erste Anlage ihrer Art, die zum Aufbau deutscher Lieferketten für medizinische Atemschutzmasken in Betrieb ging. Mit unserem Filtervlies können damit pro Jahr bis zu 600 Millionen Atemschutzmasken produziert werden. Vorstandsvorsitzender Dr. Christian Heinrich Sandler betonte zur Einweihung, dass es für das Unternehmen „eine Selbstverständlichkeit“ sei, seinen Beitrag zur Überwindung der Pandemie zu leisten. „Hauptentscheidungskriterium für die Investition war, schnellstmöglich die Fertigungskapazität für Maskenvlies zu erhöhen. Dafür habe Sandler ein eigenes „Corona-Maskenvlies-Team“ aufgebaut.

Weiterer Meilenstein: Im Mai 2020 hatte Sandler gemeinsam mit der Firma PIA Automation aus Amberg und der Zettl Group aus Weng im Landkreis Landshut den „Masken-Verbund Bayern“ gegründet. Der Verbund baute damit eine vollständige Wertschöpfungskette für Atemschutzmasken im Freistaat auf.