Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich gratuliert Dr. Christian Heinrich Sandler

23.08.2013 00:00

Von Unternehmertum und Engagement

Gleich doppelten Grund zu feiern hatte die Sandler AG am 19. August: den 60. Geburtstag des Vorstandsvorsitzenden Dr. Christian Heinrich Sandler und zwei weitere Investitionen am Firmenstandort Schwarzenbach. Mehr als 460 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren der Einladung des Vliesstoffherstellers in die Freiheitshalle Hof gefolgt. Auf sie wartete ein außergewöhnlicher Festabend mit einer eindrucksvollen Akrobatik-Show, musikalischen Einlagen, einem ersten Blick auf die neueste Produktionsanlage der Sandler AG, vielen emotionalen Momenten und der ein oder anderen Überraschung. 

Rückgrat der Wirtschaft 

„Er gehört zu den Unternehmerpersönlichkeiten, die dafür sorgen, dass unsere Wirtschaft gestärkt und ihr Potenzial voll ausgeschöpft wird.“ So beschrieb Festredner Dr. Hans-Peter Friedrich, Bundesminister des Innern, Dr. Christian Heinrich Sandler. Doch nicht nur von Politiker zu Unternehmer, sondern vor allem von Freund zu Freund würdigte Friedrich den Jubilar. Er eröffnete damit die Riege der Gratulanten, zu der auch Alfred Gaffal, Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, e.V. (vbw); Peter Schwartze, Präsident des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie e.V.; Heribert Trunk, Präsident der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth; Bernd Hering, Landrat des Landkreises Hof; Alexander Eberl, Bürgermeister der Stadt Schwarzenbach; und Holger Knaack, Director Rotary International, gehörten.

Als Rückgrat der Wirtschaft charakterisierten die Grußwortredner innovationsstarke mittelständische Unternehmen wie die Sandler AG, in denen die Unternehmer Verantwortung für das Ganze übernehmen. Diese Verantwortung und Engagement im politischen und sozialen Bereich standen auch bei der Beschreibung von Sandler als Person im Vordergrund. Der Oberfranke aus Überzeugung engagiert sich in zahlreichen ehrenamtlichen Funktionen für die Wirtschaft und die Menschen in der Region: Präsident des Verbandes der Bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V. (VTB), Präsidiumsmitglied der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. (vbw), Vizepräsident und Schatzmeister des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie e.V., Mitglied der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken Bayreuth, Vorstand der Christian-Heinrich-Sandler-Stiftung – in allen Bereichen würdigten die Grußwortredner Sandler als „starke Stimme“ und „kompetenten Mitstreiter“, der die Interessen seiner Mitbürger und Mit-Unternehmer vertritt. Der Schwarzenbacher Bürgermeister Eberl überraschte Sandler für ebendiese Verdienste um seine Heimatstadt mit der Ehrenbürgerschaft, die dem Unternehmer in den kommenden Wochen feierlich verliehen wird. 

Dass ihm seine Mitmenschen am Herzen liegen, bewies der Jubilar auch an „seinem“ Abend: „Wir haben heute so viel gefeiert, da möchte ich auch etwas zurückgeben“, so Sandler. Und so überreichte er in seiner Dankesrede einen Gutschein über 20.000 Euro an die Stadt Schwarzenbach für die Anschaffung eines Kunstobjekts für den Vorplatz des in der Entstehung befindlichen Erika Fuchs Hauses- Museum für Comic und Sprachkunst. Die Schwarzenbacherin hatte als Übersetzerin für die Donald Duck und Mickey Mouse Comics gewirkt und mit der Verwendung von Schwarzenbacher Straßennamen und auch einer Erwähnung der „Wattefabrik Sandler“ die Stadt quasi zu Entenhausen gemacht.

Auch dem Schwarzenbacher Seniorenheim Haus Saalepark spendete Sandler 20.000 Euro – für die Anschaffung eines Kleinbusses, der es auch Senioren, die an den Rollstuhl gebunden sind, ermöglicht, Ausflüge zu machen und mobil zu bleiben. Die Geschäftsführer der Diakonie Hochfranken Maria Mangei und Martin Abt sowie die Heimleiter des Hauses Saalepark Marion Götzl und Volker Riedel zeigten sich sichtlich gerührt von dieser besonderen Überraschung. 

Vliesstoffstraße VS 32 

Mit ebenso viel Herzblut treibt Sandler die Entwicklung des Familienunternehmens voran, das er bereits in vierter Generation führt. Seit April nimmt eine neue Produktionsanlage, die VS 32 nach und nach Ihren Platz im Werk 4 in Schwarzenbach ein. In der Freiheitshalle konnten die Gäste in einem Kurzfilm einen ersten Eindruck von den Montagearbeiten gewinnen und im Anschluss standen die Vorstände Wolfgang Höflich und Dr. Ulrich Hornfeck der Moderatorin Katja Herrmann Rede und Antwort. 15 Mio. Euro Investitionssumme, 5.000 Quadratmeter Grundfläche, 500 Tonnen Gewicht, bis zu 100 Monteure pro Tag – die VS 32 baut die Kapazitäten der Sandler AG für die Herstellung von voluminöser Rollen- und Plattenware für verschiedene Anwendungen aus. Thermische Verfestigung des Faserflors mittels Hitze in einem Trockner, mechanische Verfestigung durch tausende Nadeln oder auch die Verbindung beider Verfahren sind mit der neuen Anlage möglich. Die Kombination verschiedener Fasereigenschaften ist dabei der Schlüssel zu einem breiten Artikelspektrum: leichte, einfach zu handhabende Werkstoffe, vor allem Dämmstoff-Platten und Isolationsmaterialien, die im Wohnhaus effizient Wärmeverluste über Dach und Wände verhindern oder im Büro für eine ruhige Arbeitsatmosphäre sorgen, stehen auf dem Produktionsplan: 3 bis 200 mm dick; 40 bis 6000 g/m² schwer, allesamt mit einer großen inneren Oberfläche für exzellente Schall- und Wärmeisolationseigenschaften. 

Erweiterung des Servicezentrums 

Um auch die schnelle und flexible Verfügbarkeit der Vliesstoffe weiterhin sicherzustellen, hat die Sandler AG für 2,5 Mio. Euro ihr technisches Servicezentrum erweitert. Das Gebäude wird nun zum zentralen Lagerort für die Ersatzteile, die für die hochmodernen Fertigungsanlagen zur Verfügung stehen. Der neu errichtete Gebäudeteil allein bietet Platz für 20.000 Maschinenteile. Auf vier Etagen stehen ein Hochregallager sowie insgesamt fast 1.500 m² Lagerfläche zur Verfügung. Nach vier Monaten Bauzeit soll das Servicezentrum mit einer Grundfläche von 23 x 30 Metern planmäßig im August 2013 fertiggestellt werden – eine starke Leistung mit nur 5 bis 10 Monteuren, die pro Tag auf der Baustelle arbeiten. Auch im Design passt sich das neue Gebäude perfekt ins Firmengelände ein: Die Farbgestaltung in verschiedenen Grün- und Blautönen wurde auch hier aufgegriffen und so fügt sich der Neubau harmonisch in die umliegende Landschaft ein. 

Abschluss einer Investitionsserie 

Das technische Servicezentrum und die VS 32 reihen sich ein in eine Investitionsserie, im Zuge derer die Sandler AG ihren Sitz in Schwarzenbach zu einem der größten Standorte für die faserbasierte Vliesstoffproduktion weltweit ausgebaut hat. „Wir haben einen für 10 Jahre ausgelegten Investitionsplan in der Hälfte der Zeit realisiert und dabei insgesamt über 60 Millionen Euro investiert“, erläutert Sandler. „Und mit Abschluss der derzeitigen Investition werden wir in den vergangenen 5 Jahren 115 neue Arbeitsplätze geschaffen haben.“ So ließ es sich der Vorstandsvorsitzende dann auch nicht nehmen, seinem Sandler Team für ihre Loyalität, ihren engagierten Einsatz und ihre Identifikation mit dem Unternehmen zu danken. „Nur mit guten und qualifizierten Mitarbeitern ist es möglich, Herausforderungen wie die Investitionen in den vergangenen Jahren zu meistern und weitere mittel- und langfristige Ziele zu erreichen.“