28.02.2013 14:06

Rückblick auf das Geschäftsjahr 2012

Das Geschäftsjahr 2012 war für die Sandler AG erneut erfolgreich: Zum sechsten Mal in Folge konnte der Vliesstoffhersteller aus Schwarzenbach/Saale seinen Umsatz auf nunmehr 247 Millionen Euro steigern. In allen Marktsegmenten verzeichnete das Unternehmen Umsatzzuwächse – von Vliesstoffen für Hygieneanwendungen und Tuchsubstraten für Reinigung und Pflege über technische Anwendungen in der Automobilindustrie, der Filtration in Industrie und Haushalt, der Bauindustrie und technischen Isolation bis hin zu Vliesen für Heimtextilien und Büroakustik. Die Mitarbeiterzahl ist im vergangenen Jahr um weitere 20 auf 570 Beschäftigte gestiegen. Am Standort Schwarzenbach investierte das Unternehmen 2012 6,5 Millionen Euro in eine neue Meltblown-Produktionsanlage. Diese erweitert die Kapazitäten für die Herstellung textiler Filtermedien, die weiterhin zu den Wachstumsträgern von Sandler gehören.

Innovation und Weiterentwicklung, aber auch Flexibilität und Service sind das Credo der Sandler AG, und getreu dieser Philosophie hat das Unternehmen den Standort Schwarzenbach zu einem Kompetenzzentrum in der Vliesstoffherstellung ausgebaut. Flexibler Know-how Transfer zwischen den Unternehmensbereichen, Einsatz der verschiedenen Produktionstechnologien in immer neuen Anwendungsbereichen und Synergieeffekte aus diesem breiten Spektrum sind Markenzeichen der Sandler AG geworden. Die kontinuierliche Optimierung der Prozesse in der Produktion ist für den Wachstumskurs des Vliesstoffherstellers unerlässlich. An modernsten Produktionsanlagen steht dabei die fachmännische Wartung sowohl sicherheitstechnisch als auch in Sachen Produktqualität im Vordergrund. Qualifizierte Mitarbeiter in der Betriebstechnik sichern rund um die Uhr den reibungslosen Produktionsablauf. An den größten Fertigungsanlagen sind während einer Wartung bis zu 50 Fachkräfte im Einsatz. Die Abläufe sind genau definiert, sodass im Fall der Fälle kurzfristig reagiert und Störungen in kürzester Zeit behoben werden können. 2013 investiert das Unternehmen auch in diesen Bereich: Für ca. 2,5 Millionen Euro wird das Servicezentrum bei Sandler erweitert werden. Der neue Gebäudeteil wird den bis zu 20.000 Ersatzteilen Platz bieten, die für die hochmodernen Anlagen des Technologieführers zur Verfügung stehen.

Die innerbetriebliche Logistik unterstützt diese Umstrukturierungen und verändert sich mit Ihnen, um auch weiterhin effizient wirtschaften zu können. Doch intern wie auch im Transport von Rohstoffen und Fertigware setzt Sandler vor allem auf Nachhaltigkeit und den Erhalt wertvoller Ressourcen. Jeden Monat verlassen bis zu 1.000 LKW- und Containerladungen das Unternehmen und werden an Kunden in aller Welt geliefert. Die Auswahl der richtigen Transportmittel macht hier den ökologischen Unterschied. Auch bei der Anlieferung der Rohstoffe setzt Sandler auf die Reduzierung der CO2-Bilanz (Kohlendioxid-Emissionen) und hat diese Warenbewegungen soweit möglich bereits auf die Schiene verlegt um die Umwelt zu schonen und im internationalen Handel auch weiterhin ein flexibler und verlässlicher Partner zu sein. Der Status des Zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten (AEO – Authorized Economic Operator) mit Zertifizierung seit Mai 2012 für Zoll und Sicherheit weist Sandler als vertrauenswürdigen Partner aus, dessen gesamte Liefer- und Herstellungskette nach den Anforderungen der Europäischen Union und des deutschen Zolls als sicher gilt.

Gerade im Zuge der Energiewende steht die effiziente Wärmeisolation in Gebäuden bei Unternehmen wie auch Verbrauchern im Mittelpunkt des Interesses. Hier geht die Sandler AG neue Wege: „Tagtäglich verlassen wir uns auf Textilien, um uns vor Witterung und anderen äußeren Einflüssen zu schützen. Warum also nicht auch bei der Energieeinsparung auf die funktionalen Komfortträger setzen?“, so Vorstandsvorsitzender Dr. Christian Heinrich Sandler. „In verschiedensten technischen Einsatzbereichen bieten Textilien die ideale Kombination aus Komfort und Funktionalität.“ Dämmstoffplatten aus Vlies isolieren zuverlässig auch auf unebenem Untergrund und verhindern Wärmeverluste über Dach und Wände – Ein klares „Energie-Plus“. Sie sind hautfreundlich und einfach, ohne jegliche Schutzkleidung zu handhaben. Polyester, das uns als Kleidung komfortabel schützt und als Getränkeflaschen das Rohstoffrecycling zur alltäglichen Gewohnheit macht, ist dabei das Material der Wahl. Die textilen Werkstoffe sind sortenrein hergestellt, zum Teil aus Recyclingfasern. Sie können am Ende ihrer Nutzungszeit vollständig wiederaufbereitet und neuen Verwendungen zugeführt werden. Diese Neuentwicklungen standen für Sandler 2012 bei der erstmaligen Teilnahme an der Messe ISO in Köln im Vordergrund, der europäischen Leitmesse für Dämmstoffe und Isoliertechnik.

Aber auch die Geräuschdämmung vor allem in der Büroakustik war im vergangenen Jahr ein Entwicklungsschwerpunkt in der Sandler AG. Auch hier bieten Vliesstoffe die textile Alternative, schaffen angenehme Gesprächsakustik und sind gleichzeitig in Sachen Design ein echter Hingucker. Bedruckt oder geprägt, schaffen sie in Trennwänden oder Deckenabhängungen eine individuelle Raumaufteilung für Wohlfühlatmosphäre am Arbeitsplatz. Auf der Messe Orgatec 2012 in Köln konnten sich Hersteller von Büroausstattung von diesen Entwicklungen überzeugen.

Die Produktion solcher Vliesstoffe ist jedoch ein energieintensiver Prozess. Die Schonung dieser wertvollen Ressource und die Reduzierung des CO2-Ausstoßes ist Aufgabe des Sandler Energiemanagements, das seit 2012 nach der Norm DIN EN ISO 50001 zertifiziert ist. Und auch in diesem Bereich stellte das Unternehmen im vergangenen Jahr seine Innovationskapazität unter Beweis. Ergänzend zur fortlaufenden Aufzeichnung der Energieverbräuche und der Implementierung von Maßnahmen zu deren Reduzierung führte Sandler Energiemonitore an seinen Fertigungsanlagen ein. Dieses System zeigt den Energieverbrauch in Echtzeit an und ermöglicht es dem erfahrenen Anlagenpersonal, durch gezielte Einstellungen bereits während der Produktion den Energieverbrauch zu optimieren, ohne die Qualität der Fertigware zu beeinflussen. Für diese Innovation wurde Sandler 2012 mit dem Mittelstandslöwen im Bereich Nachhaltigkeit ausgezeichnet.

Auch 2013 wird sich die Sandler AG wieder vielfältigen Herausforderungen gegenüber sehen – von der konjunkturellen Entwicklung, über Rohstoffpreise bis hin zur Energiewende. Angesichts der positiven Entwicklung des Vliesstoffherstellers in den vergangenen Jahren sieht das Führungsteam jedoch weiterhin positiv in die Zukunft. Mitarbeiter und Management identifizieren sich mit dem Unternehmen und bringen es mit ihrem Fachwissen und ihrer Erfahrung weiter voran – beste Voraussetzungen für weiteres Wachstum eines der größten Vliesstoffhersteller weltweit.