21.02.2014 14:05

600 Mitarbeiter, 2 Neuinvestitionen, ein weiterer Umsatzrekord

Die Sandler AG in Schwarzenbach/Saale hat das vergangene Jahr mit einem erneuten Umsatzrekord abgeschlossen: 2013 erzielte der Vliesstoffhersteller  einen Umsatz von 274 Millionen Euro und produzierte am Unternehmensstandort knapp 100.000 Tonnen Vliesstoff – eine Umsatzsteigerung von rund 10 % zum Vorjahr und ein Ergebnis, das auch für die Unternehmensleitung selbst besser als erwartet ausfiel. Das Sandler Team bekam 2013 Zuwachs: 600 Mitarbeiter sind nun am Firmensitz beschäftigt. In allen Marktsegmenten erzielte das Unternehmen sehr gute Ergebnisse: von Vliesstoffen für Hygieneanwendungen und Tuchsubstraten für Reinigung und Pflege über technische Anwendungen in der Automobilindustrie, in Industrie und Haushalt, in der Bauindustrie und technischen Isolation bis hin zu Vliesen für Heimtextilien und Büroakustik. Der positive Trend, der bereits die ersten Monate des Jahres kennzeichnete und für eine hohe Maschinenauslastung sorgte, hatte sich im zweiten Halbjahr 2013 nochmals beschleunigt.

Besonders die Marktsegmente Hygiene, Reinigungstücher und Automobil trugen im vergangenen Jahr maßgeblich zu diesem Erfolg bei – mit langfristigen Entwicklungsprojekten, die 2013 erfolgreich umgesetzt und am Markt etabliert werden konnten:

Vliesstoffe für Verteillagen in Hygieneprodukten transportieren die Flüssigkeit schnell und effektiv ins Innere zum Saugkörper und verteilen sie gleichmäßig über die gesamte Fläche. Die weiche Oberfläche bleibt trocken für ein angenehmes Tragegefühl. Bewegungsfreiheit schaffen elastische Vliesstoffe in Verschlusssystemen wie beispielsweise sogenannten Windelohren. Die textilen Werkstoffe sind schon mit wenig Aufwand dehnbar; sie passen sich der Körperform perfekt an und machen jede Bewegung mit – und das alles ohne auszuleiern. Mit diesen Innovationen und einem Produktspektrum, das mehr als 1.000 Vliesstoffqualitäten für verschiedenste Märkte umfasst, ist Sandler Lieferant und Partner für die großen Hersteller in aller Welt. Zahlreiche gängige Marken aus unseren Supermärkten kommen in der Vorstufe aus dem Hause Sandler und begleiten uns in allen Lebensbereichen.

Vliesstoffe sind dabei längst wahre Hightech-Produkte, die häufig in enger Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten entwickelt werden. Immer wichtiger wird dabei die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungsinstituten in der Grundlagenentwicklung. Hier werden die Voraussetzungen für Eigenschaften wie die Speicherung und den Transport von Flüssigkeiten oder auch für Energieeinsparpotenziale im Einsatz der Vliesstoffe geschaffen. Und da auch die Nachhaltigkeit dieser Materialien eine immer größere Rolle spielt, sind Ressourcenschonung und effizientes Energiemanagement das A und O. Kontinuierliche Investitionen in den Maschinenpark und alle zugehörigen Unternehmensprozesse sind daher schon immer fester Bestandteil der Firmenphilosophie. Auch 2013 baute die Sandler AG ihre Produktionskapazitäten aus:

Investition in die Zukunft

Mit einer 15 Mio. Euro Investition in die Vliesstoffstraße „VS 32“ wurden die Kapazitäten für die Fertigung technischer Vliesstoffe erweitert. Die neue Fertigungsanlage, von Sandler selbst konzipiert, produziert voluminöse Rollen- und Plattenware. Dabei setzt sie auf Verfestigung der Vliesstoffe durch Temperatureinwirkung, durch Vernadelung und die Kombination beider Verfahren für ein vielseitiges Artikelspektrum. Filtermedien und Vliesstoffe für Heimtextilien stehen auf dem Produktionsplan, vor allem aber leichte, einfach zu handhabende Dämmstoff-Platten und Isolationsmaterialien, die im Wohnhaus effizient Wärmeverluste über Dach und Wände verhindern oder im Büro für eine ruhige Arbeitsatmosphäre sorgen - allesamt mit einer großen inneren Oberfläche für exzellente Schall- und Wärmeisolationseigenschaften. 

Der Markt wird generell immer schnelllebiger; kürzere Vorlaufzeiten fordern flexible Auftragsplanung und Anlagenbetrieb sowie deutlich kürzere Rüst- und Stillstandszeiten, um maximale Verfügbarkeit der Anlagenkapazität zu ermöglichen. Um diese Flexibilität auch weiterhin sicherzustellen, investierte die Sandler AG 2013 weitere 2,5 Millionen Euro in den Ausbau des technischen Servicezentrums. Das Gebäude wurde zum Knotenpunkt der innerbetrieblichen Logistik und zum zentralen Lagerort für die Ersatz- und Verschleißteile, die den Fertigungsanlagen rund um die Uhr zur Verfügung stehen.

Diese Projekte bildeten den Abschluss einer fünf-jährigen Investitionsserie, im Zuge derer die Sandler AG ihren Sitz in Schwarzenbach zu einem der weltweit größten Standorte für die faserbasierte Vliesstoffproduktion ausgebaut und 115 neue Arbeitsplätze geschaffen hat. Insgesamt über 60 Millionen Euro wurden in dieser Zeit investiert und damit ein Plan, der ursprünglich auf zehn Jahre ausgelegt war, in der Hälfte der Zeit umgesetzt.

Qualifikation für Innovation

In Märken, die so dynamisch sind wie die Automobil- oder Hygieneindustrie, werden Produkteigenschaften immer spezifischer auf konkrete Anwendungserfordernisse ausgerichtet, kontinuierlich neue Einsatzbereiche erschlossen und die Anforderungen an Funktionalität und Preis-Leistungs-Verhältnis steigen. Die Qualifikation der Mitarbeiter ist daher ein wichtiger strategischer Erfolgsfaktor. So setzt auch Sandler auf die gezielte Weiterbildung langjähriger Mitarbeiter, die das Unternehmen und den Werkstoff Vlies genau kennen und auf Ausbildungsangebote im kaufmännischen, gewerblichen und technischen Bereich, die Nachwuchskräften einen Einstieg in diese Zukunftsbrache ermöglichen. Interne Schulungsmaßnahmen zu Themen wie Vliesfertigung, Qualitätssicherung oder Sicherheit und Seminare mit hochkarätigen Referenten sichern die hohen Standards des Unternehmens.

Mit Neuerungen vorangehen

Auch 2014 wird die Etablierung von Vliesstoffen in neuen Anwendungsbereichen für Sandler im Fokus stehen. Auch Entwicklungen im Bereich Verbundstoffe werden von großem Interesse sein. Und pünktlich zum Jahr seines 135-jährigen Bestehens lädt der Vliesstoffhersteller ein, die Faszination Vlies auf seiner neu gestalteten Website zu erleben. Die vielfältigen Produkte mit ihren unterschiedlichen Eigenschaftskombinationen, die Sandler Philosophie zu Themen wie Qualität, Sicherheit und Umwelt und auch das Unternehmen selbst werden hier erlebbar – erstmals auch mit direkten Ansprechpartnern. 

Am Firmensitz wird „neu“ ebenfalls das Schlagwort bleiben – durch Modernisierung der Büros und der Erweiterung der Lehrwerkstatt, die das Arbeitsumfeld weiter optimieren sollen. Auch in diesem Jahr sieht die Unternehmensleitung den anstehenden Projekten optimistisch entgegen und rechnet mit einem moderaten Wachstum. "Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches und auch ereignisreiches Jahre zurück", sagt der Vorstandsvorsitzende Dr. Christian Heinrich Sandler. "Und auch für 2014 sind wir bestens gerüstet, um neue Chancen im Markt zu nutzen und zukünftige Herausforderungen zu meistern."