Während an der Südseite des neuen Werks 5 die ersten Fertigbetonteile aufgestellt werden, sind an der nördlichen Seite noch umfangreiche Erdbewegungen notwendig. Bei der Baustellenbesichtigung (vlnr): Dipl.-Ing. (FH) Horst Graf, Bereichsleiter Technik, Dr. Ulrich Hornfeck, Vorstand, Vorstandsvorsitzender Dr. Christian Heinrich Sandler, Bürgermeister Hans-Peter Baumann und Landrat Dr. Oliver Bär

23.07.2015 19:59

48 Mio. € Investition in die Zukunft: Sandler baut Standort aus

Die Zeichen stehen auf Wachstum: Bereits Ende dieses Jahres soll bei der Sandler AG in Schwarzenbach an der Saale ein neues Produktionsgebäude fertiggestellt sein. 17 Millionen Euro investiert der Vliesstoffhersteller in sein „Werk 5“, das eine Gesamtfläche 22.750 Quadratmetern umfassen wird.

Im nächsten Schritt wird eine neue Vliesstoffstraße für Hygieneanwendungen installiert. Das Unternehmen baut damit einen wichtigen Absatzmarkt weiter aus. Sandler Vliesstoffe zeichnen sich durch besondere Weichheit und Hautfreundlichkeit aus. Damit haben sie sich bereits für Anwendungen in der oberen Lage verschiedener Hygieneprodukte etabliert: In Babywindeln, Damenbinden, Slipeinlagen, Tampons, Inkontinenzeinlagen und Erwachsenenwindeln steigern sie den Tragekomfort. Dehnfähige Vliesstoffe tragen in Windelohren und anderen Verschlusssystemen zur optimalen Passform bei. Neue Produktvarianten kommen zunehmend im Inneren des Hygieneprodukts zum Einsatz. Als Flüssigkeitsverteilerlage transportieren sie Flüssigkeit schnell vom Körper weg, verteilen sie gleichmäßig, leiten sie in den Saugkern weiter. Sie helfen so, die Speicherkapazität des Hygieneprodukts optimal zu nutzen und sorgen für ein trockenes Tragegefühl. Die Montage der Vliesstoffstraße soll planmäßig im vierten Quartal dieses Jahres beginnen. In diese Erweiterung der Produktionskapazitäten investiert Sandler 26 Millionen Euro.

Ende März wurde mit den Tiefbauarbeiten begonnen. Neue PKW- und LKW-Parkplätze sind bereits entstanden und die innerbetrieblichen Verkehrswege werden Zug um Zug an den Ausbau angepasst. Auch das „Werk 5 wird in ein Gesamtkonzept zur Optimierung der Warenströme eingebunden, um den Kundenservice noch weiter zu erhöhen und ein hohes Maß an Flexibilität zu wahren. Der Neubau ähnelt in Optik und Größe dem 2011 entstandenen „Werk 4“. Auch er wird die ansprechende Farbgestaltung der Sandler Werksgebäude fortführen und sich so in das Gesamtbild des Betriebsgeländes einpassen.

Bereits Ende des vergangenen Jahres waren in Schwarzenbach zudem die Bauarbeiten für ein neues Verwaltungsgebäude angelaufen. Auf 4 Büroetagen mit einer Gesamtfläche von 1.600 Quadratmetern entstehen neue Arbeitsplätze, Schulungs- und Besprechungsräume für das Sandler Team. Diese 5-Millionen-Euro-Investition nimmt derzeit mehr und mehr Gestalt an. In Architektur und Optik orientiert sich das dritte Verwaltungsgebäude an den vorhandenen. Ergänzt wird die schlichte, klare Bauweise mit modernen Einrichtungskonzepten, in denen auch Sandler Vliesstoffe zum Einsatz kommen und für ruhige Arbeitsatmosphäre sorgen werden. Die unterschiedlichen Bereiche werden im Neubau den internen Abläufen entsprechend strukturiert. Wegezeiten können so verkürzt und optimale Voraussetzungen für die bereichsübergreifende Zusammenarbeit geschaffen werden.

„Wir sind seit über 135 Jahren mit unserem Firmensitz Schwarzenbach verbunden und werden auch weiterhin in den Ausbau unseres Kompetenzzentrums investieren“, fasst Vorstandsvorsitzender Dr. Christian Heinrich Sandler die Großprojekte zusammen. „Die Inbetriebnahme unserer neuen Fertigungsanlage wird bis zu 50 neue Arbeitsplätze schaffen. Diese Investitionen sind ein weiterer Schritt zur Realisierung neuer textiler Konzepte im vielseitigen Markt für Hygieneprodukte.“ Das neue Werk wird es uns ermöglichen, interne Prozesse noch effizienter zu gestalten. Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bieten wir durch den Verwaltungsneubau ein bestmögliches Arbeitsumfeld.